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Greifswalder Oie


Lage


Die Insel befindet sich auf der Ostsee, vorgelagert einer Linie Rügen/Usedom ca. 12 Km nordöstlich der Insel Usedom.
Bei einer Länge von ca. 1.5 Km und einer Breite von ca. 500 m umfasst die Fläche 54 ha.
Die höchste Erhebung misst 17 Meter.
Rechtlich gehört die Insel zur Gemeinde Kröslin


Bebauung
Auf der Insel befindet sich ein 1853 erbauter 49 Meter hoher Leuchtturm, der bis heute zu den stärksten Leuchtfeuern der Ostsee zählt.
In der ehemaligen Pension "Inselhof" befindet sich heute die Naturstation des "Verein Jordsand- zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.".
Die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" (DGzRS) hat am Nothafen eine Station und betreibt ein altes Technikgebäude.
Ihr Seenotrettungskreuzer "Eugen" ist im Nothafen stationiert.

Natur
Auf der Insel gibt es bedingt durch frühere Nutzungen eine Zweiteilung. Neben einer Waldfläche, in der viele urwüchsige Bäume zu finden sind,
herrscht eine weideartige Mischfläche mit einzelnen Bäumen und Sträuchern vor. Durch die Abgeschiedenheit in der Zeit der militärischen Nutzung,
konnten sich hier viele seltene Pflanzen und Tiere ansiedeln. Die Insel hat durch seine exponierte Lage eine große Bedeutung als Rastplatz für Zugvögel.
Der Verein Jordsand beringt hier auf der Insel in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Hiddensee ca. 20.000 Vögel im Jahr zu Forschungszwecken.
An der Kliffküste gibt es Brutplätze u.a. für Schwäne, Möwen und Mauersegler.

Geschichte
Ihr Name entstand, als die Insel von Wolgast 1291 an Greifswald verkauft wurde. Oie war hier die Bezeichnung einer kleineren Insel.
Die Insel wurde von seinen Bewohnern überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Damals konnten die zeitweise bis zu über 40 Bewohner hier völlig autark von Landwirtschaft und Fischfang leben.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auch eine touristische Nutzung, bei der auch der heute noch vorhandene "Inselhof" entstand.
Seit 1937 wurde die Insel dann militärisch genutzt und war für Besucher gesperrt. Nach der Deutschen Wiedervereinigung war die Insel kurzzeitig "herrenlos".
Seit 1993 betreut der Verein Jordsand die Insel und richtet den "Inselhof" als Naturstation wieder her.

Erreichbarkeit
Die Insel ist für Besucher nur mit der Fahrgastschifffahrt zu erreichen. Die Zahl ist aus Naturschutzgründen auf 50 Besucher pro Tag beschränkt.
Die "Apollo Fahrgastrederei" aus Penemünde fährt die Insel fast täglich in der Haupt- und Nebensaison von Freest und Peenemünde aus an.
Durch die Beschränkung der Besucherzahl empfiehlt sich aber unbedingt eine Voranmeldung.

 

  • Greifswalder Oie Ostküste, Vorpommern, Ostsee
  • Steilküste der Greifswalder Oie, Greifswalder Bodden

Die Kliffküste an der Ostseite der Insel ist besonders schön und Brutplatz von vielen Vögeln, deshalb darf der Strandbereich auch nicht betreten werden.

 

 

 

  • Rundweg auf der Ostseeinsel Greifswalder Oie
  • Aussicht auf die Ostsee von der Greifswalder Oie

Der Rundweg führt die Besucher über die Insel. So kann man die schöne Natur beobachten, ohne die ursprüngliche Landschaft zu sehr zu beeinträchtigen.

 

 

 

Die Vegetation besteht teilweise aus einer urwüchsigen Bewaldung mit einigen sehr schönen alten Bäumen. Große Teile der Insel sind Grasflächen mit kleineren Bäumen und Sträuchern. Einige Heidschnucken wurden hier angesiedelt um einer Verbuschung vorzubeugen.

 

Der Leuchtturm ist für die Besucher offen und bietet einen weiten Blick über die Insel, nach Usedom, Rügen und bei guter Sicht bis zur dänischen Insel Møn. Der Zugang zum Leuchturm muss zwar mit 3 €/Person extra bezahlt werden, lohnt sich aber auf jeden Fall.

 

 

Der Verein Jordsand betreut dieses Kleinod der Natur. Mit einem kleinen Vortrag über die Insel und die Arbeit des Vereins beginnt für Gäste der Besuch der Insel. Neben der Beringung von Zugvögeln zu Forschungszwecken, kümmern sich die Mitglieder des Vereins auch um die Pflege des Rundweges und haben immer ein waches Auge auf der Insel.